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Perfekte Bogenhand und der "richtige" Griff! Vor ca. 4 Wochen hatte ich den Artikel "perfekte Release-Technik" geschrieben. Jetzt wird es Zeit an der anderen Hand zu arbeiten. Wie Du Deinen Bogen hälst, welche Art Griff Du benutzt, hat gravierende Auswirkungen darauf wie gut Du triffst. Was ich hier zeige mag für den einen oder anderen ein wenig seltsam erscheinen, vielleicht sogar völlig konträr zu dem was er gelernt hat. Aber es basiert auch auf den Erfahrungen mehrerer Weltklasse -Trainer! Nicht 'Hand schütteln'! Viele Schützen
wollen ihrem Bogen die 'Hand schütteln' wenn sie ihn ergreifen.
Also, noch einmal,
greife nicht nach dem Bogen als wolltest Du ihm die Hand schütteln.
Wenn Du diese "Tasche" nicht fühlst, liegt es wahrscheinlich daran, dass Du Deine Finger aufdrückst. Das sorgt natürlich dafür, dass die Muskeln in Deiner Handfläche angespannt und hart werden. Das ist der Grund warum diese Lücke, aus Handmuskeln und Knochen, verschwindet. Liegen Deine Finger um den Bogengriff, lass Deine Hand und die Finger so entspannt wie möglich, um diese Tasche zu formen. Lass die Finger hängen wie sie wollen. Mehr dazu später, wenn Du nicht zulassen willst, dass der Bogen springt. Warum Du "Low Wrist", ein tiefes Handgelenk schießen solltest. Auch heute noch
wird einigen Compoundschützen beigebracht mit hohem oder mittlerem
Handgelenk zu schießen. Aber, wenn es der Griff an Deinem
Bogen erlaubt, solltest Du mit tiefem Handgelenk schießen.
Der Gedanke dahinter war und ist, dass diese Haltung dem tiefen
Handgelenk überlegen ist, weil dadurch weniger Kontakt zwischen
Hand und Bogen vorhanden ist. Das wiederum weniger Verdrehung (Torque)
entstehen kann.
Nun ja, mag sein, aber der entscheidenden Faktor ist: Die Haltung mit tiefem Handgelenk ist sehr viel einfacher "wiederholbar" als ein mittleres oder hohes Handgelenk. Es ist sehr viel einfacher zu fühlen, dass Du Deine Hand immer an der gleichen Stelle im Griff hast, mit einem tiefen Handgelenk. Diese Haltung, kombiniert mit einer leicht gedrehten Hand, bringt den Bogen in die "Tasche" Deiner Handfläche. Hast Du den Bogen dann in dieser Tasche, brauchst Du Dich nicht mehr groß zu sorgen wegen Torque, denn dies ist eine sehr 'neutrale' Art den Bogen zu halten. Hohe und mittlere Position erfordern von Dir den exakten Winkel Deines Handgelenks OHNE den Vorteil das Gefühl zu haben, den Griff auf der ganzen Länge in der Hand zu spüren. Diesen Winkel, Schuss für Schuss zu wiederholen ist schwierig. Und wenn Du ihn nicht wiederholst, wirst Du natürlich Hoch/Tiefschüsse produzieren, weil sich mit dem Winkel auch die Druckverhältnisse auf den Bogen mit jedem Schuss ändern. Griffe, wie man sie im Original auf meinem Mathews Bogen findet, können es sehr schwierig machen, ein tiefes Handgelenk zu schießen. Diese "Beule" die man mitten auf dem Holzgriff findet, kann dazu führen, das der Bogen sich im Moment der Schussabgabe dreht. Nun, ich habe zu einem anderen Griff gewechselt. (Photo) Interessanterweise, wenn Du Dir mal die Bilder der US-Profis im Netz ansiehst, die Meisten schießen mit eigenen Griffen oder vom blanken Metall.
Auch ein breiter Griff kann es schwierig machen, den Bogen immer gleich zu halten. Es ist einfach zuviel Holz oder Plastik in Deiner Hand und es entsteht unnötige Reibung. Hast Du einen zu dicken Griff oder einen der Dir nicht erlaubt tief zu schießen: Raspel, Feile, Sandpapier! Oder kaufe Dir einen anderen Griff! Hast Du einen Mathews, empfehle ich Dir einen "SHREWD GRIP" von Melvin Shrewsbury oder den Griff von OK-Archery. Das dürften z.Z. die besten Griffe für einen Mathews sein. Lass den Bogen springen! Eine weit verbreitete,
sehr schlechte Angewohnheit vieler Schützen, ist im Moment
der Schussabgabe nach ihrem Bogen zu "schnappen"! TU DAS NICHT!
Lass den Bogen vorwärts aus Deiner Hand springen. Du vermeidest
Torque, besonders wenn Du ahnst wann der Schuss aufgeht.
Sollte es Dir aus irgendeinem anatomischen Grund nicht möglich sein eine Schlinge zu benutzen, hier ein "Ersatz". Habe ich mir von "Frank Pearson" abgeschaut. Nachdem Du den
Bogen gegriffen hast, bringe Daumen und Zeigefinger zusammen. Lass
diese beiden Finger, aber wirklich nur diese beiden, den Bogen nach
dem Schuss fangen. Der Trick ist, die restlichen Finger entspannt
zu lassen.
Solltest Du bisher eine andere Handtechnik geschossen haben und gibst dieser hier eine Chance, solltest Du recht schnell eine Verbesserung feststellen. Um zu sehen, ob alles gut klappt, brauchst Du nur Deinen Stabilisator nach dem Schuss zu beobachten. Springt er gerade nach vorn, heißt das: Kein Torque auf dem Bogen und Du machst es richtig. Wir sehen uns an der Schießlinie. |