Bogenmechanik oder "Wie suche ich  mir meinen Compound aus?"

Dein erster Compound?

Kapitel
1.   Einführung

2.   Markentreue
3.   Täuschung in der Werbung
4.   Was es tatsächlich gibt
5.   Leistungsgrenzen des Compound
6.   Energie-Speicherung und Abgabe
7.   Kraft-Zug Kurve verstehen
8.   Theoretische Grenzen
9.   Powerstroke
10. Standhöhe - Effekt - Energie
11. Standhöhe - Speed gegen sanft
12. Zuggewicht - Anpassen
13. Zuggewicht - Effekt auf Geschwindigk. 
14. Wieviel Gewicht ist nötig?
15. Kinetische Energie - Basics
16. Kinetische Energie - Test
17. Zuggewicht - Empfehlung
18. Zuggewicht - Superman lässt grüßen!
19. Was ist Let-Off
21. Das Tal
22. Woher kommt der Hand-Schock
23. Gründe für Vibration und Geräusch
24. Unerwünschte Vibration
25. Solide Limbs gegen Split Limbs
26. Schwere gegen Leichtgewichte
27. Achse zu Achse Länge
28. Single Cam gegen Doppel Cam

Teile
1.   Idler Wheel
2.   Oberer Wurfarm
3.   Tiller
4.   Mittelteil
5.   Kabelgleiter
6.   Kabelabweiser
7.   Pfeilauflage
8.   Standhöhe
9.   Griff
10.  Sehne
11.  Kabel
12.  Wurfarmtaschen
13.  Unterer Wurfarm
14.  Speed Nocks
15.  Cam

 

Einführung:

Wie viele andere Produkte kommen Compoundbogen in einer Menge Formen, Größen, Farben und Qualitätsstufen daher. Wenn Du neu in unserem Sport bist, will ich versuchen Dich durch den Jargon und technischen Einzelheiten zu führen. Vielleicht hilft es Dir eine besser informierte Wahl zu treffen. Du findest hier keinen Hype oder den Versuch Dich zu einem bestimmten Hersteller zu lenken!

Markentreue:

Auch die Bogenschützen sind, wie andere Sportler auch, oft loyal gegenüber IHREM Hersteller. Dies ist aber eigentlich für Anfänger nicht gut. Denn dies beschränkt sie auf sehr einseitigen Rat. Meist sieht das so aus, dass Hinweise kommen wie: "Kauf Dir den oder den Bogen vom Hersteller XY." Hüte Dich davor Ratschäge wörtlich zu nehmen, die einen Hersteller oder Modell zum "Besten" erklären. Stelle Dir vor, jemand sagt zu Dir, der "Passat" von "VW" sei das *beste* Auto der Welt. Nun, ohne Zweifel, ein guter Wagen. Aber in der Klasse gibt es *zig vergleichbare Autos. Es gibt jede Menge qualitativ hochwertige Autos aus denen Du wählen kannst. Das gilt natürlich auch für Compounds. Der Punkt ist: Es gibt keinen "besten" Hersteller oder ein "bestes" Modell. Der Bogen, der für Dich der Beste ist, ist der Bogen, der passt zu: Deiner Absicht (FITA oder Feld oder 3-D, usw.), Deiner Größe, Deiner Kraft, Deinem Schießstil, Deinem Können und Deinem Bankkonto.

 

Täuschung in der Werbung:

Wenn NIKE die 50 schnellsten Sprinter der Welt dafür bezahlt, dass sie diese Schuhe in Rennen tragen, ist wohl nicht verwunderlich, dass die Sieger meist NIKE Schuhe tragen. Können wir nun davon ausgehen, dass ein normaler Läufer in NIKE Schuhen schneller rennt? Natürlich nicht! Aber die Firma läßt es so erscheinen, wenn sie Statistiken veröffentlicht ohne zu erwähnen, wen sie dafür bezahlt! Leider greifen div. Bogenhersteller zu den gleichen Tricks um die Kunden zu beeindrucken und normalerweise wirkt es auch. Hüte Dich vor Werbekampagnen die behaupten IHR Bogen sei genauer und mit Statistiken behaupten IHR Bogen würde mehr Wettkämpfe gewinnen. Der Punkt ist: Bögen gewinnen keine Wettkämpfe, genauso wenig wie Schuhe Rennen gewinnen! Die besten Läufer gewinnen Rennen und die besten Schützen gewinnen Wettkämpfe! Eine Menge Faktoren beeinflussen präzises Schießen (richtige Paßform, richtiges Tuning, gute Schießtechnik, usw.). Ein guter Bogen ist nur ein Teil der Gleichung.

 

Was es tatsächlich gibt:

Es sind viele Eigenschaften nach denen ein Schütze bei einem neuen Bogen sucht. Die meisten Schützen wollen einen Bogen mit extrem viel "Speed", einem seidenweichen Auszug, ohne Rückschlag, steinharte Wand, hohes Let-off, sehr leicht, kompakt, leise, gutmütig im Bereich mangelhafter Schießtechnik, leicht zu tunen, leicht einzustellen und nach Möglichkeit preiswert. Unglücklicherweise existiert dieser "perfekte Bogen" nicht. Um ganz sicher einige dieser Eigenschaften zu bekommen, mußt Du andere dafür opfern. Zum Beispiel sind sehr schnelle Bögen empfindlicher in Bezug auf unsauberen Schießstil. Sehr leichte Bögen sind in der Regel teurer, usw. Letztendlich mußt DU entscheiden, welche Eigenschaften für DICH wirklich wichtig sind und den Bogen auswählen der am besten zu Deinen persönlichen Anforderungen paßt!

 

Leistungsgrenzen des Compound.

Die Faktoren die die "Stärke" eines Compoundbogen ausmachen, sind völlig ungleich zu z.B. einem Gewehr. Unabhängig von der Größe ist die einzige Energie die der Schütze aufbringen muß, die, um den Abzug zu drücken. Die "Kraft" kommt aus der Patrone, nicht vom Schützen.
Gut präpariert, kannst Du den Rückstoß aushalten und stundenlang schießen ohne ins schwitzen zu kommen. Mit einem Compound ist es genau das Gegenteil. Lass Dich nicht "veräppeln" und Dir einreden, dass ein Bogen der den Pfeil auf 320fps bringt sei "kräftiger" als ein Bogen der "nur" 285 fps macht und das der erforderliche Aufwand bei beiden Bögen gleich sei.
Generell: Ein Bogen der schneller ist, erfordert mehr Aufwand ihn zu ziehen. Ein Compound ist einfach eine Maschine, die Energie speichert, die vom Schützen geliefert wird und diese Energie an den Pfeil abgibt. Leider bekommst Du nicht mehr Energie aus dem Bogen als DU hineingibst. Der Punkt ist: Der Compound erzeugt weder, noch vervielfältigt er Energie. Die Gesetze der Physik verhindern das. Wenn Du Dir einen Bogen aussuchst, der so hart zu ziehen ist, dass Dir dabei die Augen raus quellen, könntest Du heraus finden, dass dieses MEHR an Aufwand sich NICHT in Pfeilgeschwindigkeit umsetzt.

 

Energie-Speicherung und Abgabe:

Wenn Du an der Sehne eines Compound ziehst, werden die Wurfarme des Bogens nach innen gedrückt. Die Energie, die Du aufwendest um an der Sehne zu ziehen, wird in den Wurfarmen als "potentielle Energie" gespeichert. Und zwar so lange, bis Du das Release betätigst. Beim Lösen wird die "potentielle Energie" als "kinetische Energie" auf den Pfeil übertragen, da die Wurfarme in ihre Original-Position zurück "springen". Scheint ziemlich simpel. Aber sehr sorgfältige Untersuchungen dieses Prozesses von "speichern und Abgabe von Energie" resultiert in das, was man allgemein als "Performance" bezeichnet. Der Punkt ist: Hauptsächlich sind es nur 2 Faktoren die bestimmen wieviel "Kraft" Dein Bogen hat. 1.) Die Menge an Energie die in den Wurfarmen, während des Auszuges, gespeichert werden kann. 2.) Die Menge an potentieller Energie, die erfolgreich auf den Pfeil übertragen weren kann.

 

Kraft-Zug Kurve:

Die Menge der Kraft, die ein Compound speichert, hängt von mehreren Faktoren ab. Zuggewicht, Auszugslänge, Let-off, Cam, resp. Rollen-Design und Standhöhe.
Zum besseren Verständnis, wie die einzelnen Faktoren zusammen arbeiten, solltest Du Dich mit der Kraft-Zug Kurve vertraut machen. Die Kraft-Zug Kurve ist einfach eine Grafik die anzeigt, wieviel Energie in den Wurfarmen gespeichert ist. Zentimeter für Zentimeter bis zur Wand. Das Zuggewicht in englischen Pfund (lbs. oder # oder auch pds.). Das Zuggewicht wird gezeichnet gegen die Auszugslänge in Inches oder Zoll. (als in. oder auch  "  abgekürzt.) Die grüne Linie zeigt die Menge an Druck, die der Schütze aufbringen muß um den Bogen zu spannen. Beachte, dass das Zuggewicht sich während des Auszuges verändert. (Dieser Punkt wird nochmal wichtig!) Am Ende des Zugvorganges, die Grafik  zeigt wieviel Energie in den Wurfarmen gespeichert ist und die Form der Grafik gibt uns einenguten Überblick über die Charakteristik des Bogens und wie er sich beim schießen verhält.

 

 

Das Gebiet unter der Kurve (keine Kalkulation nötig):

Die Kraft-Zug Kurve (oben) zeigt einen durchschnittlichen, modernen Single-Cam Compound. Die Menge der gespeicherten Energie wird duch die dunkle, graue Fläche unter der Kurve dargestellt. Je größer der graue Bereich ist, umso schneller wird der Bogen schießen. Wie kriegen wir also mehr "grauen Bereich"? Wir ändern einfach die Form der Kurve. Ganz klar, wenn wir die Kurve ändern, ändern wir die Charakteristik des Bogens. Hier kommen jetzt die anderen Faktoren ins Spiel: Auszugslänge, Zuggewicht, Cam-Design, Let-off, Standhöhe und andere Attribute. Suchst Du einen schnellen Bogen, Energiespeicherung ist ALLES!

Theoretische Grenzen:

Wenn Geschwindigkeit das einzige Ziel wäre, eine Kraft-Zug Kurve wie diese (links) würde Dir die maximale Ausbeute zeigen. 70 lbs. Zuggewicht und 30 Zoll Auszugslänge. Natürlich wäre so ein Bogen nicht zu schießen. Mit 0 Standhöhe würde Dir die Sehne bei jedem Schuss fast den Arm abhacken. Kein Let-off heißt, Du hast die vollen 70# auf den Fingern zum zielen.
Dieser Bogen wäre wahrscheinlich für den Schützen gefährlicher als für sein Ziel. Obwohl diese Grafik nur theoretisch ist, hilft sie Dir zu verstehen, wie heute moderne Speed-Cam Bögen so extrem schnelle Pfeile verschießen. Je näher die Kraft-Zug Kurve eines Bogens dieser theoretischen Kurve kommt, desto schwieriger ist er zu ziehen, zu schießen, zu kontrollieren.

 

Die "Kraftstrecke" des Bogens:

Die Kurvenlinie in der Grafik zeigt die "Zugstrecke", allgemein auch "Kraftstrecke" oder besser in englisch "Powerstroke" genannt. Diese Kraftstrecke zeigt DEINEN Aufwand an Energie. Der Powerstroke beginnt, wenn Du beginnst die Sehne zu spannen und endet bei Erreichung der Wand. Jeder Bogen hat einen unterschiedlichen Powerstroke, abhängig von seiner Einstellung und Cam Charakteristik. Powerstrokes die länger, höher oder flacher sind, resultieren generell in einer Zunahme von gespeicherter Energie und höherer Pfeilgeschwindigkeit.

 

Standhöhe - Effekt für die gespeicherte Energie

Weil Verlängerung des Powerstroke  in erhöhter Energie-Speicherung resultiert, könnte nun ein Schütze mit 30" Auszug diesen um 2" verlängern und bekäme einen sehr viel schnelleren Pfeil. Allerdings würde diese Lösung zu erheblichen Problemen mit dem Schießstil führen. Statt also das Ende des Powerstrokes zu verlängern, bringen manche Bögen einfach die Sehne näher an den Griff, also am Beginn. Standhöhe ist die Entfernung vom Center des Mittelteil (Griffmulde) zur Sehne. Wenn die Standhöhe 8,5" ist und der Schütze einenAuszug von 30" hat, ist der Powerstroke 21,5" lang. Bringen wir jetzt aber die Sehne näher an den Bogen auf eine Standhöhe von 6", ist der Powerstroke für den gleichen Schützen 24" lang.
Voila!
Mehr Energie! So also, produzieren Bögen mit kürzerer Standhöhe, schnellere Pfeile. Es scheint also, alles was Du tun musst um eine bessere Performance zu kriegen, sieh Dich nach einem Bogen mit niedriger Standhöhe um. Richtig?
Nicht so schnell! Diese Bögen mögen schnell sein, aber sie kommen mit ein paar Nachteilen, an die Du denken solltest.

 

30" Auszugslänge, mit  8.5" Standhöhe und
21.5" Powerstroke



Verminderte Energie Speicherung
(grauer Bereich)

IBO SPEED - 296 FPS

30" Auszugslänge, mit  6" Standhöhe und
24" Powerstroke



Erhöhte Energie Speicherung
(grauer Bereich)

IBO SPEED - 330 FPS

Standhöhe - Speed gegen "verzeihlich"

Wenn Du unterwegs bist, Dir einen neuen Bogen zu kaufen, wirst Du bemerken, dass es die Compounds mit den unterschiedlichsten Standhöhen gibt. Wenn aber kürzere Standhöhe in schnelleren Bögen resultiert, warum haben dann nicht alle Bögen eine kurze Standhöhe?  Einfach, weil die Standhöhe einen dramatischen Effekt hat auf die "Verzeihlichkeit" des Bogens und seine generelle "Schießfähigkeit". Um einen Bogen mit kurzer Standhöhe sauber und akkurat zu schießen, solltest Du schon in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium Deiner Fähigkeiten sein. Weil der Pfeil eine längere Zeit mit der Sehne in Berührung ist, sind da einfach mehr Möglichkeiten für jeden Fehler in Deinem Stil (Torque, durchreißen, usw.) sich zu zeigen. Höhere Standhöhe hat den gegenteiligen Effekt. Der Pfeil ist kürzer mit der Sehne in Kontakt. Die durchschnittlichen neuen Compounds haben eine Standhöhe von ca. 7". Bögen mit kürzerer Standhöhe (6" - 6,5") sind schneller aber kritischer zu schießen. Bögen mit höherer Standhöhe (7,5" - 9") sind zwar langsamer, aber nehmen Dir Deine Fehler lange nicht so übel. Denke vorher darüber nach, bevor Du den Bogen kaufst. Außer es gibt einen wirklich ganz wichtigen Grund einen Bogen zu kaufen wo die Pfeile um Gnade winseln, denke auch daran, dass Du mit einem langsameren Bogen besser triffst und damit sicher mehr Freude beim Training und im Wettkampf hast.

 

Zuggewicht - Höhe des Powerstroke

Eine andere Methode die Menge der gespeicherten Energie zu erhöhen ist, einen Bogen mit höherem max. Zuggewicht zu schießen. Wenn alle anderen Dinge gleich sind, schießt ein Bogen mit 70# schneller als ein Bogen mit 60#. Trotzdem solltest Du Dir Gedanken darüber machen, BEVOR Du einen neuen Bogen kaufst. Das max. Zuggewicht wird bestimmt durch die Steifigkeit der Wurfarme. Compounds kommen in sehr vielen verschiedenen Zuggewichten, aber meist in 60# oder 70#. Solltest Du Dich trotzdem für einen 70# Bogen entscheiden, kannst Du in der Regel die Wurfarme um 10-15# runter drehen. Trotzdem solltest Du daran denken: Ein 70# Bogen runter gedreht auf 60#, wird nie so gut schießen wie das 60# Modell. Bögen sind in der Regel am effizientesten bei ihrem maximalen Zuggewicht.

Zuggewicht - Auswirkung auf Pfeilgeschwindigkeit

Bögen mit hohem Zuggewicht brauchen schwerere, steifere Pfeile. Der IBO Standard erlaubt 5 grains pro Pfund Zuggewicht. Also sollte ein 70# Bogen keinen Pfeil schießen, der leichter ist als 350 grains. Ein 60# Bogen keinen Pfeil unter 300 und so weiter. Einen Pfeil zu schießen, der zu leicht für das Zuggewicht ist, hat einen ähnlichen Effekt wie ein Trockenschuss. Hierbei kann der Bogen zerstört werden. Weiterhin wirst Du bei 3-D Turnieren disqualifiziert. Was soll es also?
OK, wir wissen jetzt natürlich auch, das Pfeilgewicht hat dramatische Auswirkung auf die Pfeilgeschwindigkeit. Ganz klar, schwerere Pfeile sind langsamer und leichtere sind schneller. Überraschenderweise gibt es bei Bögen, die nach IBO eingerichtet sind, kaum Unterschiede zwischen 70# und 60# Bögen. Der Geschwindigkeitsunterschied ist nur minimal und bewegt sich innerhalb von 3-4 Meter / Sek. Was der eine Bogen stärker ist, gleicht der Andere durch geringeres Pfeilgewicht aus.

 

60# Spitzen-Zuggewicht
30" Auszugslänge


Verminderte Energie Speicherung
(grauer Bereich)

70# Spitzen-Zuggewicht
30" Auszugslänge


Erhöhte Energie Speicherung
(grauer Bereich)  

Zuggewicht - Wieviel ist nötig?

Nötig? Soviel das der Pfeil auch noch nach 90 Metern ankommt. Und zwar sauber. Das heißt es muß noch soviel Restenergie da sein, dass der Pfeil auf den letzten Metern nicht trudelt und sauber trifft. Und, nicht vergessen, in Deutschland ist im Berreich FITA sowieso eine Begrenzung von 60# gegeben.

 


Kinetische Energie - ganz einfach:

Egal, was Dein Pfeil wiegt, Deine kinetische Energie bleibt grundsätzlich gleich,. Variiert max. um 5%.  Was bringen also schwere Pfeile und schwere Spitzen? LANGSAMERE Pfeile. Also, leichter machen!

Kinetische Energie

Die "Kraft" Deines Pfeiles ist eine Frage der "kinetischen Energie"! Pfeile mit hoher kinetischer Energie werden tiefer in Deine Scheibe eindringen, als Pfeile mit niedriger kinetischer Energie.
Kinetische Energie ist Bewegungsenergie. Die kinetische Energie hängt von zwei Variablen ab: Die Masse (Gewicht) des Objektes und die Geschwindigkeit. Dies ist eine recht schwierige Sache, denn viele Schützen glauben tatsächlich, dass schwerere Pfeile tiefer eindringen als leichtere. Dies ist eigentlich mehr ein Thema für die Pfeilauswahl aber trotzdem eine wichtige Sache.

Kinetische Energie - EinTest

Die kinetische Energie eines Pfeiles wird bestimmt mit folgender Formel:

                   KE=(m x v²/2)

Kinetische Energie ist gleich die Masse von bewegten Körpern mal die Geschwindigkeit von bewegten Körpern zum Quadrat durch zwei.
Ist Dein Pfeil z. B. 24 Gramm schwer und verlässt Deinen Bogen mit 95 Meter/Sek. sieht das so aus:

                   0,024 x 95 x 95 / 2 = 108,3 Joule

Test mit einem 268 grain GoldTip Pfeil und vier verschiedenen Feld-Spitzen. 65, 85, 100 und 125 grains. Am Punkt 0 wurde der Pfeil durch den Chronograph geschossen. Direkt am Bogen. (Durchschnittswert aus 3 Pfeilen wurde genommen.) Weiterführung mit allen 4 Spitzen. Danach wurde der Test auf 25 Meter wiederholt um zu sehen, ob die Pfeile ihre kinetische Energie unterschiedlich mitnehmen. Das Ergebnis scheint daraufhin zu deuten, es ist der Bogen der die kinetische Energie bestimmt, nicht das Spitzengewicht.

Pfeilgewicht im Vergleich zur kinetischen Energie am Auftreff-Punkt (deutsche Maße)

Spitzen-
gewicht

Pfeil-
gewicht

Start-
geschwind.

Start-
K.E.

Geschw.-
am Ziel

K.E.
am Ziel

K.E.
Verlust
in %

65 grain

21,61 g

84,43 mps

77,02
Joule

 81,07  mps

71,01 Joule

7.78%

85 grain

22,90 g

80,77 mps

74,69
Joule

 78,94  mps

71,35 Joule

4.48%

100 grain

23,87 g

79,55 mps

75,52
Joule

 77,42  mps

71,53 Joule

5.29%

125 grain

25,49 g

77,72 mps

76,98
Joule

 74,67  mps

71,06 Joule

7.69%

Zuggewicht - Empfehlungen

Bevor Du jetzt Dein neues Gerät aussuchst, nochmal zur Erinnerung: Du solltest in der Lage sein, Deinen Bogen ruhig, sicher, langsam und im Extremfall 156 mal hintereinander (Große FITA mit 12 Probe) zu spannen! Beim passenden Wettkampf bist Du müde, nass, kalt, es regnet und Du trägst dicke Kleidung. Ein normal sportlicher Mann sollte nicht über 55-60# hinaus gehen. Eine normal sportliche Frau nicht über 45-50#.

 

Zuggewicht - Superman lässt grüßen!

Die Wahrheit ist, viele "Jungs" können dem Macho-Impuls tief in sich drinnen nicht wiederstehen und nehmen einen zu schweren Bogen. Wenn Du mal in einem gut besuchten Pro-Shop warst, hast Du sie gesehen. Die "Jungs" die versuchen einen Bogen zu ziehen, dass ihnen bald die Augen raus fallen. (80# und aufwärts.) Ungeachtet der Belastung, die meisten "Jungs" kaufen dann auch einen zu schweren Bogen. Schließlich ist man(n) ja ein Mann!
Es gibt Compounds bis zu 100# Zuggewicht! Natürlich schlagen hier die Pfeile heftig ein. Aber sie sind nicht notwendigerweise schneller! Der Bogen braucht dann wieder einen schweren und steifen Pfeil und wer hat dann was gewonnen?

Dieser Typ Bogen sollte wirklich nur für ganz spezielle Zwecke eingesetzt werden. Da sich bei diesen starken Bögen auch schon mal das Release löst, gibt es immer Probleme mit Trockenschüssen. Die Hersteller weisen meist auch darauf hin, dass sie ab 70# nicht umtauschen!

 

Let-Off

Wenn Du jemals einen schweren Recurve oder Longbow geschossen hast, wirst Du wissen, es braucht Kraft und Geschick. Ein traditioneller Bogen hat sein höchstes Zuggewicht wenn der Bogen voll ausgezogen ist und Du musst den Pfeil früh lösen, bevor Dir die Puste ausgeht oder Du anfängst zu zittern. Compounds sind gebaut um dem Schützen diese Probleme zu nehmen. Du hast mehr Zeit zum zielen. Im Gegensatz zum traditionellen Bogen reduziert sich das Zuggewicht (manchmal dramatisch) am Ende des Powerstroke. Dies ist bekannt als Let-off. Die frühen Compounds brachten 35-50% let-off, eine willkomme Erleichterung damals. Heute ist es normal, dass ein Bogen 65-80% Let-off mitbringt. Sorgar 90% ist schon auf dem Markt. Hast Du also einen 70# Bogen mit 80% Let-off, musst Du hinten nur 14# halten. Feine Sache. Oder? Man kann von einer guten Sache auch zuviel haben. Hast Du zuviel Let-off und meiner Meinung nach ist 80 zuviel, spürst Du einfach zuwenig Gegendruck. Der Bogen wird "schlabberig" und ist sehr empfindlich für Torque mit Deiner Release-Hand.
Der Bogen mit 65% Let-off ist schneller als der Bogen mit 80%. Nicht viel, aber 3-4 Meter pro Sekunde macht es aus.
 

Das Tal

Der "V" förmige Bereich der Kraft-Zug Kurve ist bekannt als "Tal". Die Form dieses Tales gibt Dir schon einen Hinweis darauf, wie schnell der Bogen nachläßt am Ende des Powerstroke. Weniger aggressive Cams und runde Rollen haben einen allmählichen *Abfall* über mehrere Inches am Ende. Agressive Cams haben oft einen sehr aprupten Abfall. Der geschieht dann im letzten möglichen Moment, nahe am Tal. Durch das hinauszögern des Let-off ist es möglich noch mehr Energie zu speichern und noch ein paar Meter/Sek. heraus zu quetschen. Leider ist ein so enges Tal auch ein wenig schwierig. Stehst Du in vollem Auszug und erlaubst Dir auch nur ein wenig "Creep" also kriechen, wirst Du merken, wie agressiv der Bogen nach vorn drängt. Sehr aggressive Cams haben ein Tal von weniger als ein 1/4 Zoll im vollen Let-off. Dies kann viel Ärger geben für Schützen, die auch noch ein hohes Let-off schießen. Das Gewicht kann abrupt von 14# auf 70# springen wenn er kriecht.
ACHTUNG:
Ziehst Du einen Bogen mit einem hohen Let-off OHNE Pfeil, greife fest zu! Diese Bögen bringen oft Trockenschüsse. Hast Du erstmal den Bogen hinten beginnst Du zu entspannen, weil Du ja NUR 12-15# auf den Fingern hast. Du vergisst, dass da 70# auf Dich lauern, nur einen halben Zoll entfernt. Du beginnst den Bogen wieder nach vorn zu bringen, Dein Griff ist zu entspannt und BUMM, Trockenschuss!
 

Weiteres Tal - weniger Energie

Enges Tal - mehr Energie



Hand-Schock - Der Grund

Als die Compounds schneller wurden und immer mehr Energie speicherten, mussten die Hersteller sich zwingend mit dem Thema "Hand-Schock" oder auch "Kick" beschäftigen. Verwechsele jetzt nicht Hand-Schock mit Vibration! Vibration, die Du in der Hand fühlst, ist ein anderes Thema. Hand-Schock entsteht, wenn der Bogen nach vorn oder nach oben springt beim release. Es ist ein völlig natürliches Nebenprodukt, wenn solche Energie auf einmal frei gesetzt wird. Ein Bogen, der keinen Hand-Schock produziert, ist wie ein teures Auto, dessen Tür einen satten "Schlapp" ,macht, beim zu schlagen. Nun ist es das Ziel eines Compound, einen Pfeil zielsicher in die Scheibe zu schießen und nicht dafür zu sorgen, dass sich Deine Hand warm und kuschelig fühlt. Es gibt eine Menge Bögen am Markt, die akkurat und leise sind, aber immer noch einen fühlbaren Hand-Schock erzeugen. Ungeachtet des ganzen Geschreis der Industrie über "Harmonics", Mittelteil-Material und "magische" Cam Systeme, ist Hand-Schock nur auf eine Sache zurück zu führen: "Wurfarm - Winkel"!
Wird ein Bogen abgeschossen, schnappen die aufgeladenen Wurfarme in ihre originale Position zurück. Die Masseträgheit der sich bewegenden Wurfarme bringen das Mittelteil dazu in die gleiche Richtung zu springen wie die Wurfarme. Grundsätzlich, wenn die Wurfarme so befestigt sind, dass sie vorwärts springen, springt das Mittelteil auch vorwärts. Weil aber Deine Hand alles ist, was den Vorgang stoppt, fühlst Du diesen Stopp als Hand-Schock. Nun gibt es einige Bögen, die so gebaut sind, dass die Wurfarme sich nicht nach hinten biegen, sondern nach oben und unten. Entsprechend ist die Bewegung beim lösen. Der obere Wurfarm springt nach oben, der Untere nach unten. Bei vollem Auszug liegen die Wurfarme fast parallel. Die bekanntesten Vertreter dieser "Gattung", sind die Bögen von Mathews und BowTech. Aber auch andere Hersteller haben den Vorteil dieses Designs erkannt und bringen solche Bögen.

Gründe für ungewollte Vibration und Geräusche

Einige Bogen tendieren dazu leiser zu sein als andere. Bevor wir zu dem Thema gehen, solltest Du einiges wissen über die "Natur" der Geräusche. Vibration erzeugt Geräusche. Ohne Vibration, kein Laut! Z.B. Zupfst Du an der Saite einer Guitarre, schwingt die Saite (vibriert), bewegt die umgebende Luft und diese winzigen Unterschiede im Luftdruck interpretiert unser Gehirn als Geräusch. Ein wenig dieser Vibration wandert auch in die Guitarre selbst. Wenn Du jemals Deine Hand an einen Lautsprecher oder ein Instrument gehalten hast, weißt Du was ich meine. Dasselbe gilt für den Compound. Die plötzliche Bewegung von Sehne und Wurfarmen bringt erhebliche Vibtrationen wenn der Bogen geschossen wird. Die Vibration entsteht, weil Sehne und Wurfarme weiterhin vor und zurück schwingen nach dem Schuss. Wird der Vibration erlaubt, natürlich auszuschwingen, hören wir von der Sehne das berühmte "Twäng" und die Wurfarm-Vibration überträgt sich auf das Mittelteil und das angeschraubte Zubehör. Nicht nur, dass Du ein "summendes" Gefühl in der Hand hast, die Vibration lockert auch Teile und diese machen dann wieder mehr Geräusch. Wenn Du Deinen Bogen in der Hand hast, klopfe vorsichtig mit einem Gummi-Hammer auf verschiedene Punkte des Bogens. Du solltest NUR das Geräusch des Hammers hören. Wenn Du ein Summen hörst, achte auf Dein Zubehör oder die Schrauben. Auf jeden Fall, der größte "Krachmacher" am Bogen ist die Sehne. Es gibt eine Menge an Gimmicks um dem abzuhelfen. (Spider, Leeches, Whiskers, etc.) Die Sehne ruhig zu kriegen ist wirklich kein Akt. Aber die Vibration der Wurfarme zu stoppen ist schwieriger.
 

Vibrationen ausschalten

Einige Hersteller haben gute Möglichkeiten entworfen um diese Vibrationen zu stoppen. Browning's Sorbothane™ System, Bowtech's Sandtrap™ Wurfarm Taschen, und PSE's NV System, sind gute Beispiele für Vibrationsdämpfung im Jahr 2002. Unglücklicherweise werden diese Systeme nur an den teureren Modellen angeboten. Soll aber nicht heißen, dass ein Schütze mit weniger Geld keinen ruhigen Bogen haben kann. Seit die preiswerten "Limb Savers" auf dem Markt sind und mit einem guten Stabi, können die meisten modernen Compounds "ruhig gestellt" werden. Lass Dich nicht von der Werbung verschaukeln, wenn gesagt wird, ein Bogen sei "leise wie ein flüstern", wenn nicht auch dazu gesagt wird WIE das erreicht wurde. Fakt ist, alle Bögen erzeugen Vibrationen und Geräusche. Es kommt darauf an, wie die Bogen-Designer mit diesem Thema umgehen.
     

Massive Wurfarme gegen "Split Limbs"

Starkes Thema. Generell kann man sagen, wir vergleichen auf der einen Seite ein Packung mit 6 Stück und auf der anderen Seite eine Packung mit einem halben Dutzend. Einige Hersteller wie Bowtech, Browning, Martin , PSE, Mathews und ein paar andere stellen ihre Bögen fast nur mit soliden Wurfarmen her. Andere Hersteller wie Alpine, High Country, Hoyt, Pearson and Reflex, nehmen hauptsächlich Split Limbs auf ihre Bögen. Ein paar Hersteller mischen und bieten beides an, wie z.B. Darton.  Die Verfechter der massiven Arme sagen, die Wurfarme sind dauerhafter und sicherer gegen Torque. Also gegen Verdrehung. Die andere Seite behauptet, Split Limbs seien leichter, schneller und erzeugen weniger Hand-Schock als massibe Wurfarme. Es gibt aber nur marginale und theoretische Beweise für beide Seiten und so sage ich mal: Beide Systeme arbeiten ähnlich. Was immer Du auch bevorzugst, das Wurfarm-Design sollte bei Deiner Auswahl keine große Rolle spielen.  Jenseits der Ästhetik , spielt es keine Rolle!
 


Schwere gegen leichte Bögen

In Antwort auf die Forderung nach immer leichter und leichteren Bögen wiegt ein moderner Compound im Schnitt, 3,7 lbs. (Ohne Zubehör) Erheblich leichter als ihre Vorgänger. Es ist das Resultat von sehr vorsichtiger Bearbeitung und sehr leichten Materialien. Moderne Mittelteile, die verantwortlich für das meiste des Gewichtes sind, sind heute aus Aluminium, Magnesium oder Carbon. Aber um weiter Gewicht zu sparen, sehen machen Riser und Cams aus wie "Schweizer Käse". Es ist recht schwierig hier noch die strukturelle Integrität zu wahren. Leider kommen diese leichten Bögen auch mit ein paar Nachteilen. Als erstes, die wirklich guten, leichten Bögen sind sehr teuer. Auch wirst Du feststellen, dass diese leichten Bögen nicht so einfach ruhig im Gold zu halten sind. Egal, seit zwischen dem Leichtesten und dem schwersten Bogen am Markt nur noch 2 lbs. Unterschied besteht, sehen fast alle Schützen ein, das es darauf nicht mehr ankommt.
 

 

 

Lang?

Achse zu Achse Länge:  Wie kurz soll es sein?

Schon mit bekommen? Die Bögen werden immer kompakter und kürzer. Der Durchschnittsbogen ist heute gerade über 36 Zoll. Die ersten kommen schon unter 30 Zoll. In der Werbung wird behauptet es ginge um "Manövrierbarkeit" im Feld, bei der Jagd und bei 3-D. Nun, diese kurzen Teile haben ein paar Vorteile. Sie sind ziemlich schnell und erzeugen weniger Hand-Schock seit die meisten kurzen Bögen mit den parallelen Limbs ausgestattet werden. Aber am wichtigsten, die meisten dieser kurzen Bögen haben sehr hohe Standhöhen. Ad hoc fällt mir der Q2 von Mathews ein, mit 8" Standhöhe! Gut getuned sind die Dinger sogar ziemlich akkurat! Aber wie auch immer, die meisten Wettkampf Schützen bevorzugen die längeren Modelle. (Ich auch. :-) ) Bevor Du Dich für einen kurzen Bogen entscheidest, denke auch an ein paar vorhandene Nachteile. Du wirst sehen, dass nicht jedes Zubehör an diese Bögen passt. Die Mittelteile bieten zum Teil nicht genug Platz für gute Visier-Montageplatten. Und, Du wirst Probleme mit dem Peep bekommen, durch den extremen Sehnenwinkel.
 

 

 

Kurz?

Single Cam gegen Doppel Cams

Dies ist ein heftig debatiertes Thema in Industrie und bei den Schützen. Es scheint, dass ernsthafte Schützen, die eines von beiden bevorzugen, das Thema bis zum Ende ausreizen. Seit der Erfindung des ersten "Dual-Feed Single Cam" durch Matt McPherson (Mathews Inc.) in den frühen 90igern, hat jeder Hersteller fieberhaft an der Entwicklung eines eigenen Single-Cam Systems gearbeitet. Den meisten ist es nicht gelungen und sie bauen die Mathews-Cams in Lizenz. Trotzdem die Doppel-Cam Technologie weiter verbessert wurde, hat doch in den USA das Single Cam mittlerweile den beherrschenden Marktanteil. Dies ist in Europa, besonders in Deutschland noch nicht so. Ungeachtet ihrer Popularität, sollten wir nicht vergessen, dass dieses System noch recht jung ist. Es ist einfach noch zu früh zu behaupten, dass Doppel-Cams "Schnee von gestern" sind. Wir wissen doch alle, Designs kommen und gehen. Nur die Zeit wird zeigen ob das Single-Cam tatsächlich überlegen ist.
Der bemerkenswerteste Vorteil der Single-Cams ist das Thema Synchronisation oder "timing". Rollen timing an einem Single-Cam Bogen ist erheblich einfacher als an einem Doppel-Cam System. Trotdem hat die Situation, dass Single-Cams beleibter geworden sind, einenVorteil gebracht, Die Bögen mit Doppel-Cams sind deutlich billiger geworden als ihre Gegenstücke. Bei den Einsteigermodellen macht das schon mal 50-60 Euro aus.
 

Schlussbemerkung:

Selbstverständlich ist es für Dich eine komplizierte Wahl. Ich empfehle Dir, Deine Prioritäten auf die Attribute zu setzen, von denen DU glaubst, dass sie für DICH wichtig sind. Ich empfehle Dir aber auch: Achte mehr auf die wichtigen Dinge wie:
Standhöhe, das der Bogen Dir passt, Cam Typ, Achsenlänge
, etc.
Die Farbe, Hersteller, Name, Wurfarm-Typ, Bogengewicht, IBO-Speed, etc. sind zweitrangig! Im Zweifel, nimm den etwas moderateren Bogen!

Denke daran, ein extrem schneller Fehlschuss ist auch nicht eindrucksvoller als ein Langsamer und was gut für Deinen Kumpel ist, muss für Dich noch lange nicht gut sein.

Wir sehen uns an der Schießlinie.