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Bogenmechanik oder "Wie suche
ich mir meinen Compound aus?" |
Wie viele andere Produkte kommen Compoundbogen in einer Menge Formen, Größen, Farben und Qualitätsstufen daher. Wenn Du neu in unserem Sport bist, will ich versuchen Dich durch den Jargon und technischen Einzelheiten zu führen. Vielleicht hilft es Dir eine besser informierte Wahl zu treffen. Du findest hier keinen Hype oder den Versuch Dich zu einem bestimmten Hersteller zu lenken! |
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Auch die Bogenschützen sind, wie andere Sportler auch, oft loyal gegenüber IHREM Hersteller. Dies ist aber eigentlich für Anfänger nicht gut. Denn dies beschränkt sie auf sehr einseitigen Rat. Meist sieht das so aus, dass Hinweise kommen wie: "Kauf Dir den oder den Bogen vom Hersteller XY." Hüte Dich davor Ratschäge wörtlich zu nehmen, die einen Hersteller oder Modell zum "Besten" erklären. Stelle Dir vor, jemand sagt zu Dir, der "Passat" von "VW" sei das *beste* Auto der Welt. Nun, ohne Zweifel, ein guter Wagen. Aber in der Klasse gibt es *zig vergleichbare Autos. Es gibt jede Menge qualitativ hochwertige Autos aus denen Du wählen kannst. Das gilt natürlich auch für Compounds. Der Punkt ist: Es gibt keinen "besten" Hersteller oder ein "bestes" Modell. Der Bogen, der für Dich der Beste ist, ist der Bogen, der passt zu: Deiner Absicht (FITA oder Feld oder 3-D, usw.), Deiner Größe, Deiner Kraft, Deinem Schießstil, Deinem Können und Deinem Bankkonto.
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Wenn NIKE die 50 schnellsten Sprinter der Welt dafür bezahlt, dass sie diese Schuhe in Rennen tragen, ist wohl nicht verwunderlich, dass die Sieger meist NIKE Schuhe tragen. Können wir nun davon ausgehen, dass ein normaler Läufer in NIKE Schuhen schneller rennt? Natürlich nicht! Aber die Firma läßt es so erscheinen, wenn sie Statistiken veröffentlicht ohne zu erwähnen, wen sie dafür bezahlt! Leider greifen div. Bogenhersteller zu den gleichen Tricks um die Kunden zu beeindrucken und normalerweise wirkt es auch. Hüte Dich vor Werbekampagnen die behaupten IHR Bogen sei genauer und mit Statistiken behaupten IHR Bogen würde mehr Wettkämpfe gewinnen. Der Punkt ist: Bögen gewinnen keine Wettkämpfe, genauso wenig wie Schuhe Rennen gewinnen! Die besten Läufer gewinnen Rennen und die besten Schützen gewinnen Wettkämpfe! Eine Menge Faktoren beeinflussen präzises Schießen (richtige Paßform, richtiges Tuning, gute Schießtechnik, usw.). Ein guter Bogen ist nur ein Teil der Gleichung.
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Es sind viele Eigenschaften nach denen ein Schütze bei einem neuen Bogen sucht. Die meisten Schützen wollen einen Bogen mit extrem viel "Speed", einem seidenweichen Auszug, ohne Rückschlag, steinharte Wand, hohes Let-off, sehr leicht, kompakt, leise, gutmütig im Bereich mangelhafter Schießtechnik, leicht zu tunen, leicht einzustellen und nach Möglichkeit preiswert. Unglücklicherweise existiert dieser "perfekte Bogen" nicht. Um ganz sicher einige dieser Eigenschaften zu bekommen, mußt Du andere dafür opfern. Zum Beispiel sind sehr schnelle Bögen empfindlicher in Bezug auf unsauberen Schießstil. Sehr leichte Bögen sind in der Regel teurer, usw. Letztendlich mußt DU entscheiden, welche Eigenschaften für DICH wirklich wichtig sind und den Bogen auswählen der am besten zu Deinen persönlichen Anforderungen paßt!
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Leistungsgrenzen
des Compound.
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Energie-Speicherung und Abgabe: Wenn Du an der Sehne eines Compound ziehst, werden die Wurfarme des Bogens nach innen gedrückt. Die Energie, die Du aufwendest um an der Sehne zu ziehen, wird in den Wurfarmen als "potentielle Energie" gespeichert. Und zwar so lange, bis Du das Release betätigst. Beim Lösen wird die "potentielle Energie" als "kinetische Energie" auf den Pfeil übertragen, da die Wurfarme in ihre Original-Position zurück "springen". Scheint ziemlich simpel. Aber sehr sorgfältige Untersuchungen dieses Prozesses von "speichern und Abgabe von Energie" resultiert in das, was man allgemein als "Performance" bezeichnet. Der Punkt ist: Hauptsächlich sind es nur 2 Faktoren die bestimmen wieviel "Kraft" Dein Bogen hat. 1.) Die Menge an Energie die in den Wurfarmen, während des Auszuges, gespeichert werden kann. 2.) Die Menge an potentieller Energie, die erfolgreich auf den Pfeil übertragen weren kann.
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Kraft-Zug Kurve:
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Das Gebiet unter der Kurve (keine Kalkulation nötig): Die Kraft-Zug Kurve (oben) zeigt einen durchschnittlichen, modernen Single-Cam Compound. Die Menge der gespeicherten Energie wird duch die dunkle, graue Fläche unter der Kurve dargestellt. Je größer der graue Bereich ist, umso schneller wird der Bogen schießen. Wie kriegen wir also mehr "grauen Bereich"? Wir ändern einfach die Form der Kurve. Ganz klar, wenn wir die Kurve ändern, ändern wir die Charakteristik des Bogens. Hier kommen jetzt die anderen Faktoren ins Spiel: Auszugslänge, Zuggewicht, Cam-Design, Let-off, Standhöhe und andere Attribute. Suchst Du einen schnellen Bogen, Energiespeicherung ist ALLES! |
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Wenn
Geschwindigkeit das einzige Ziel wäre, eine Kraft-Zug Kurve
wie diese (links) würde Dir die maximale Ausbeute zeigen. 70
lbs. Zuggewicht und 30 Zoll Auszugslänge. Natürlich wäre
so ein Bogen nicht zu schießen. Mit 0 Standhöhe würde
Dir die Sehne bei jedem Schuss fast den Arm abhacken. Kein Let-off
heißt, Du hast die vollen 70# auf den Fingern zum zielen.
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Die "Kraftstrecke" des Bogens: Die Kurvenlinie in der Grafik zeigt die "Zugstrecke", allgemein auch "Kraftstrecke" oder besser in englisch "Powerstroke" genannt. Diese Kraftstrecke zeigt DEINEN Aufwand an Energie. Der Powerstroke beginnt, wenn Du beginnst die Sehne zu spannen und endet bei Erreichung der Wand. Jeder Bogen hat einen unterschiedlichen Powerstroke, abhängig von seiner Einstellung und Cam Charakteristik. Powerstrokes die länger, höher oder flacher sind, resultieren generell in einer Zunahme von gespeicherter Energie und höherer Pfeilgeschwindigkeit.
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Standhöhe - Effekt für die gespeicherte Energie Weil
Verlängerung des Powerstroke in erhöhter Energie-Speicherung
resultiert, könnte nun ein Schütze mit 30" Auszug
diesen um 2" verlängern und bekäme einen sehr viel
schnelleren Pfeil. Allerdings würde diese Lösung zu erheblichen
Problemen mit dem Schießstil führen. Statt also das Ende
des Powerstrokes zu verlängern, bringen manche Bögen einfach
die Sehne näher an den Griff, also am Beginn. Standhöhe
ist die Entfernung vom Center des Mittelteil (Griffmulde) zur Sehne.
Wenn die Standhöhe 8,5" ist und der Schütze einenAuszug
von 30" hat, ist der Powerstroke 21,5" lang. Bringen wir
jetzt aber die Sehne näher an den Bogen auf eine Standhöhe
von 6", ist der Powerstroke für den gleichen Schützen
24" lang.
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30"
Auszugslänge, mit 8.5" Standhöhe und |
30"
Auszugslänge, mit 6" Standhöhe und |
Standhöhe - Speed gegen "verzeihlich" Wenn Du unterwegs bist, Dir einen neuen Bogen zu kaufen, wirst Du bemerken, dass es die Compounds mit den unterschiedlichsten Standhöhen gibt. Wenn aber kürzere Standhöhe in schnelleren Bögen resultiert, warum haben dann nicht alle Bögen eine kurze Standhöhe? Einfach, weil die Standhöhe einen dramatischen Effekt hat auf die "Verzeihlichkeit" des Bogens und seine generelle "Schießfähigkeit". Um einen Bogen mit kurzer Standhöhe sauber und akkurat zu schießen, solltest Du schon in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium Deiner Fähigkeiten sein. Weil der Pfeil eine längere Zeit mit der Sehne in Berührung ist, sind da einfach mehr Möglichkeiten für jeden Fehler in Deinem Stil (Torque, durchreißen, usw.) sich zu zeigen. Höhere Standhöhe hat den gegenteiligen Effekt. Der Pfeil ist kürzer mit der Sehne in Kontakt. Die durchschnittlichen neuen Compounds haben eine Standhöhe von ca. 7". Bögen mit kürzerer Standhöhe (6" - 6,5") sind schneller aber kritischer zu schießen. Bögen mit höherer Standhöhe (7,5" - 9") sind zwar langsamer, aber nehmen Dir Deine Fehler lange nicht so übel. Denke vorher darüber nach, bevor Du den Bogen kaufst. Außer es gibt einen wirklich ganz wichtigen Grund einen Bogen zu kaufen wo die Pfeile um Gnade winseln, denke auch daran, dass Du mit einem langsameren Bogen besser triffst und damit sicher mehr Freude beim Training und im Wettkampf hast.
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Zuggewicht - Höhe des Powerstroke Eine andere Methode die Menge der gespeicherten Energie zu erhöhen ist, einen Bogen mit höherem max. Zuggewicht zu schießen. Wenn alle anderen Dinge gleich sind, schießt ein Bogen mit 70# schneller als ein Bogen mit 60#. Trotzdem solltest Du Dir Gedanken darüber machen, BEVOR Du einen neuen Bogen kaufst. Das max. Zuggewicht wird bestimmt durch die Steifigkeit der Wurfarme. Compounds kommen in sehr vielen verschiedenen Zuggewichten, aber meist in 60# oder 70#. Solltest Du Dich trotzdem für einen 70# Bogen entscheiden, kannst Du in der Regel die Wurfarme um 10-15# runter drehen. Trotzdem solltest Du daran denken: Ein 70# Bogen runter gedreht auf 60#, wird nie so gut schießen wie das 60# Modell. Bögen sind in der Regel am effizientesten bei ihrem maximalen Zuggewicht. Zuggewicht - Auswirkung auf Pfeilgeschwindigkeit Bögen
mit hohem Zuggewicht brauchen schwerere, steifere Pfeile. Der IBO
Standard erlaubt 5 grains pro Pfund Zuggewicht. Also sollte ein
70# Bogen keinen Pfeil schießen, der leichter ist als 350
grains. Ein 60# Bogen keinen Pfeil unter 300 und so weiter. Einen
Pfeil zu schießen, der zu leicht für das Zuggewicht ist,
hat einen ähnlichen Effekt wie ein Trockenschuss. Hierbei kann
der Bogen zerstört werden. Weiterhin wirst Du bei 3-D Turnieren
disqualifiziert. Was soll es also?
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60#
Spitzen-Zuggewicht 70#
Spitzen-Zuggewicht |
Zuggewicht - Wieviel ist nötig? Nötig? Soviel das der Pfeil auch noch nach 90 Metern ankommt. Und zwar sauber. Das heißt es muß noch soviel Restenergie da sein, dass der Pfeil auf den letzten Metern nicht trudelt und sauber trifft. Und, nicht vergessen, in Deutschland ist im Berreich FITA sowieso eine Begrenzung von 60# gegeben.
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Die
"Kraft" Deines Pfeiles ist eine Frage der "kinetischen
Energie"! Pfeile mit hoher kinetischer Energie werden tiefer
in Deine Scheibe eindringen, als Pfeile mit niedriger kinetischer
Energie. Die kinetische Energie eines Pfeiles wird bestimmt mit folgender Formel: KE=(m x v²/2) Kinetische
Energie ist gleich die Masse von bewegten Körpern mal die Geschwindigkeit
von bewegten Körpern zum Quadrat durch zwei. 0,024 x 95 x 95 / 2 = 108,3 Joule Test mit einem 268 grain GoldTip Pfeil und vier verschiedenen Feld-Spitzen. 65, 85, 100 und 125 grains. Am Punkt 0 wurde der Pfeil durch den Chronograph geschossen. Direkt am Bogen. (Durchschnittswert aus 3 Pfeilen wurde genommen.) Weiterführung mit allen 4 Spitzen. Danach wurde der Test auf 25 Meter wiederholt um zu sehen, ob die Pfeile ihre kinetische Energie unterschiedlich mitnehmen. Das Ergebnis scheint daraufhin zu deuten, es ist der Bogen der die kinetische Energie bestimmt, nicht das Spitzengewicht. Pfeilgewicht im Vergleich zur kinetischen Energie am Auftreff-Punkt (deutsche Maße)
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Zuggewicht - Empfehlungen Bevor Du jetzt Dein neues Gerät aussuchst, nochmal zur Erinnerung: Du solltest in der Lage sein, Deinen Bogen ruhig, sicher, langsam und im Extremfall 156 mal hintereinander (Große FITA mit 12 Probe) zu spannen! Beim passenden Wettkampf bist Du müde, nass, kalt, es regnet und Du trägst dicke Kleidung. Ein normal sportlicher Mann sollte nicht über 55-60# hinaus gehen. Eine normal sportliche Frau nicht über 45-50#.
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Zuggewicht - Superman lässt grüßen! Die
Wahrheit ist, viele "Jungs" können dem Macho-Impuls
tief in sich drinnen nicht wiederstehen und nehmen einen zu schweren
Bogen. Wenn Du mal in einem gut besuchten Pro-Shop warst, hast Du
sie gesehen. Die "Jungs" die versuchen einen Bogen zu
ziehen, dass ihnen bald die Augen raus fallen. (80# und aufwärts.)
Ungeachtet der Belastung, die meisten "Jungs" kaufen dann
auch einen zu schweren Bogen. Schließlich ist man(n) ja ein
Mann!
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Wenn
Du jemals einen schweren Recurve oder Longbow geschossen hast, wirst
Du wissen, es braucht Kraft und Geschick. Ein traditioneller Bogen
hat sein höchstes Zuggewicht wenn der Bogen voll ausgezogen
ist und Du musst den Pfeil früh lösen, bevor Dir die Puste
ausgeht oder Du anfängst zu zittern. Compounds sind gebaut
um dem Schützen diese Probleme zu nehmen. Du hast mehr Zeit
zum zielen. Im Gegensatz zum traditionellen Bogen reduziert sich
das Zuggewicht (manchmal dramatisch) am Ende des Powerstroke. Dies
ist bekannt als Let-off. Die frühen Compounds
brachten 35-50% let-off, eine willkomme Erleichterung damals. Heute
ist es normal, dass ein Bogen 65-80% Let-off mitbringt. Sorgar 90%
ist schon auf dem Markt. Hast Du also einen 70# Bogen mit 80% Let-off,
musst Du hinten nur 14# halten. Feine Sache. Oder? Man kann von
einer guten Sache auch zuviel haben. Hast Du zuviel Let-off und
meiner Meinung nach ist 80 zuviel, spürst Du einfach zuwenig
Gegendruck. Der Bogen wird "schlabberig" und ist sehr
empfindlich für Torque mit Deiner Release-Hand. |
Das Tal Der
"V" förmige Bereich der Kraft-Zug Kurve ist bekannt
als "Tal". Die Form dieses Tales gibt Dir schon einen
Hinweis darauf, wie schnell der Bogen nachläßt am Ende
des Powerstroke. Weniger aggressive Cams und runde Rollen haben
einen allmählichen *Abfall* über mehrere Inches am Ende.
Agressive Cams haben oft einen sehr aprupten Abfall. Der geschieht
dann im letzten möglichen Moment, nahe am Tal. Durch das hinauszögern
des Let-off ist es möglich noch mehr Energie zu speichern und
noch ein paar Meter/Sek. heraus zu quetschen. Leider ist ein so
enges Tal auch ein wenig schwierig. Stehst Du in vollem Auszug und
erlaubst Dir auch nur ein wenig "Creep" also kriechen,
wirst Du merken, wie agressiv der Bogen nach vorn drängt. Sehr
aggressive Cams haben ein Tal von weniger als ein 1/4 Zoll im vollen
Let-off. Dies kann viel Ärger geben für Schützen,
die auch noch ein hohes Let-off schießen. Das Gewicht kann
abrupt von 14# auf 70# springen wenn er kriecht. |
Weiteres
Tal - weniger Energie Enges
Tal - mehr Energie |
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Hand-Schock - Der Grund Als
die Compounds schneller wurden und immer mehr Energie speicherten,
mussten die Hersteller sich zwingend mit dem Thema "Hand-Schock"
oder auch "Kick" beschäftigen. Verwechsele jetzt
nicht Hand-Schock mit Vibration! Vibration, die Du in der Hand fühlst,
ist ein anderes Thema. Hand-Schock entsteht, wenn der Bogen nach
vorn oder nach oben springt beim release. Es ist ein völlig
natürliches Nebenprodukt, wenn solche Energie auf einmal frei
gesetzt wird. Ein Bogen, der keinen Hand-Schock produziert, ist
wie ein teures Auto, dessen Tür einen satten "Schlapp"
,macht, beim zu schlagen. Nun ist es das Ziel eines Compound, einen
Pfeil zielsicher in die Scheibe zu schießen und nicht dafür
zu sorgen, dass sich Deine Hand warm und kuschelig fühlt. Es
gibt eine Menge Bögen am Markt, die akkurat und leise sind,
aber immer noch einen fühlbaren Hand-Schock erzeugen. Ungeachtet
des ganzen Geschreis der Industrie über "Harmonics",
Mittelteil-Material und "magische" Cam Systeme, ist Hand-Schock
nur auf eine Sache zurück zu führen: "Wurfarm - Winkel"!
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Gründe für ungewollte Vibration und Geräusche Einige
Bogen tendieren dazu leiser zu sein als andere. Bevor wir zu dem
Thema gehen, solltest Du einiges wissen über die "Natur"
der Geräusche. Vibration erzeugt Geräusche. Ohne Vibration,
kein Laut! Z.B. Zupfst Du an der Saite einer Guitarre, schwingt
die Saite (vibriert), bewegt die umgebende Luft und diese winzigen
Unterschiede im Luftdruck interpretiert unser Gehirn als Geräusch.
Ein wenig dieser Vibration wandert auch in die Guitarre selbst.
Wenn Du jemals Deine Hand an einen Lautsprecher oder ein Instrument
gehalten hast, weißt Du was ich meine. Dasselbe gilt für
den Compound. Die plötzliche Bewegung von Sehne und Wurfarmen
bringt erhebliche Vibtrationen wenn der Bogen geschossen wird. Die
Vibration entsteht, weil Sehne und Wurfarme weiterhin vor und zurück
schwingen nach dem Schuss. Wird der Vibration erlaubt, natürlich
auszuschwingen, hören wir von der Sehne das berühmte "Twäng"
und die Wurfarm-Vibration überträgt sich auf das Mittelteil
und das angeschraubte Zubehör. Nicht nur, dass Du ein "summendes"
Gefühl in der Hand hast, die Vibration lockert auch Teile und
diese machen dann wieder mehr Geräusch. Wenn Du Deinen Bogen
in der Hand hast, klopfe vorsichtig mit einem Gummi-Hammer auf verschiedene
Punkte des Bogens. Du solltest NUR das Geräusch des Hammers
hören. Wenn Du ein Summen hörst, achte auf Dein Zubehör
oder die Schrauben. Auf jeden Fall, der größte "Krachmacher"
am Bogen ist die Sehne. Es gibt eine Menge an Gimmicks um dem abzuhelfen.
(Spider, Leeches, Whiskers, etc.) Die Sehne ruhig zu kriegen ist
wirklich kein Akt. Aber die Vibration der Wurfarme zu stoppen ist
schwieriger. |
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Einige
Hersteller haben gute Möglichkeiten entworfen um diese Vibrationen
zu stoppen. Browning's Sorbothane™ System, Bowtech's Sandtrap™ Wurfarm
Taschen, und PSE's NV System, sind gute Beispiele für Vibrationsdämpfung
im Jahr 2002. Unglücklicherweise werden diese Systeme nur an
den teureren Modellen angeboten. Soll aber nicht heißen, dass
ein Schütze mit weniger Geld keinen ruhigen Bogen haben kann.
Seit die preiswerten "Limb Savers" auf dem Markt sind
und mit einem guten Stabi, können die meisten modernen Compounds
"ruhig gestellt" werden. Lass Dich nicht von der Werbung
verschaukeln, wenn gesagt wird, ein Bogen sei "leise wie ein
flüstern", wenn nicht auch dazu gesagt wird WIE das erreicht
wurde. Fakt ist, alle Bögen erzeugen Vibrationen und Geräusche.
Es kommt darauf an, wie die Bogen-Designer mit diesem Thema umgehen. |
Massive Wurfarme gegen "Split Limbs" Starkes
Thema. Generell kann man sagen, wir vergleichen auf der einen Seite
ein Packung mit 6 Stück und auf der anderen Seite eine Packung
mit einem halben Dutzend. Einige Hersteller wie Bowtech, Browning,
Martin , PSE, Mathews und ein paar andere stellen ihre Bögen
fast nur mit soliden Wurfarmen her. Andere Hersteller wie Alpine,
High Country, Hoyt, Pearson and Reflex, nehmen hauptsächlich
Split Limbs auf ihre Bögen. Ein paar Hersteller mischen und
bieten beides an, wie z.B. Darton. Die Verfechter der massiven
Arme sagen, die Wurfarme sind dauerhafter und sicherer gegen Torque.
Also gegen Verdrehung. Die andere Seite behauptet, Split Limbs seien
leichter, schneller und erzeugen weniger Hand-Schock als massibe
Wurfarme. Es gibt aber nur marginale und theoretische Beweise für
beide Seiten und so sage ich mal: Beide Systeme arbeiten ähnlich.
Was immer Du auch bevorzugst, das Wurfarm-Design sollte bei Deiner
Auswahl keine große Rolle spielen. Jenseits der Ästhetik
, spielt es keine Rolle! |
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In Antwort
auf die Forderung nach immer leichter und leichteren Bögen
wiegt ein moderner Compound im Schnitt, 3,7 lbs. (Ohne Zubehör)
Erheblich leichter als ihre Vorgänger. Es ist das Resultat
von sehr vorsichtiger Bearbeitung und sehr leichten Materialien.
Moderne Mittelteile, die verantwortlich für das meiste des
Gewichtes sind, sind heute aus Aluminium, Magnesium oder Carbon.
Aber um weiter Gewicht zu sparen, sehen machen Riser und Cams aus
wie "Schweizer Käse". Es ist recht schwierig hier
noch die strukturelle Integrität zu wahren. Leider kommen
diese leichten Bögen auch mit ein paar Nachteilen. Als erstes,
die wirklich guten, leichten Bögen sind sehr teuer. Auch wirst
Du feststellen, dass diese leichten Bögen nicht so einfach
ruhig im Gold zu halten sind. Egal, seit zwischen dem Leichtesten
und dem schwersten Bogen am Markt nur noch 2 lbs. Unterschied besteht,
sehen fast alle Schützen ein, das es darauf nicht mehr ankommt. |
Lang? |
Achse zu Achse Länge: Wie kurz soll es sein? Schon
mit bekommen? Die Bögen werden immer kompakter und kürzer.
Der Durchschnittsbogen ist heute gerade über 36 Zoll. Die ersten
kommen schon unter 30 Zoll. In der Werbung wird behauptet es ginge
um "Manövrierbarkeit" im Feld, bei der Jagd und bei
3-D. Nun, diese kurzen Teile haben ein paar Vorteile. Sie sind ziemlich
schnell und erzeugen weniger Hand-Schock seit die meisten kurzen
Bögen mit den parallelen Limbs ausgestattet werden. Aber am
wichtigsten, die meisten dieser kurzen Bögen haben sehr hohe
Standhöhen. Ad hoc fällt mir der Q2 von Mathews ein, mit
8" Standhöhe! Gut getuned sind die Dinger sogar ziemlich
akkurat! Aber wie auch immer, die meisten Wettkampf Schützen
bevorzugen die längeren Modelle. (Ich auch. :-) ) Bevor Du
Dich für einen kurzen Bogen entscheidest, denke auch an ein
paar vorhandene Nachteile. Du wirst sehen, dass nicht jedes Zubehör
an diese Bögen passt. Die Mittelteile bieten zum Teil nicht
genug Platz für gute Visier-Montageplatten. Und, Du wirst Probleme
mit dem Peep bekommen, durch den extremen Sehnenwinkel. |
Kurz? |
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Dies
ist ein heftig debatiertes Thema in Industrie und bei den Schützen.
Es scheint, dass ernsthafte Schützen, die eines von beiden
bevorzugen, das Thema bis zum Ende ausreizen. Seit der Erfindung
des ersten "Dual-Feed Single Cam" durch Matt McPherson
(Mathews Inc.) in den frühen 90igern, hat jeder Hersteller
fieberhaft an der Entwicklung eines eigenen Single-Cam Systems gearbeitet.
Den meisten ist es nicht gelungen und sie bauen die Mathews-Cams
in Lizenz. Trotzdem die Doppel-Cam Technologie weiter verbessert
wurde, hat doch in den USA das Single Cam mittlerweile den beherrschenden
Marktanteil. Dies ist in Europa, besonders in Deutschland noch nicht
so. Ungeachtet ihrer Popularität, sollten wir nicht vergessen,
dass dieses System noch recht jung ist. Es ist einfach noch zu früh
zu behaupten, dass Doppel-Cams "Schnee von gestern" sind.
Wir wissen doch alle, Designs kommen und gehen. Nur die Zeit wird
zeigen ob das Single-Cam tatsächlich überlegen ist. |
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Schlussbemerkung: Selbstverständlich
ist es für Dich eine komplizierte Wahl. Ich empfehle Dir, Deine
Prioritäten auf die Attribute zu setzen, von denen DU glaubst,
dass sie für DICH wichtig sind. Ich empfehle Dir aber auch:
Achte mehr auf die wichtigen Dinge wie: Denke daran, ein extrem schneller Fehlschuss ist auch nicht eindrucksvoller als ein Langsamer und was gut für Deinen Kumpel ist, muss für Dich noch lange nicht gut sein. Wir sehen uns an der Schießlinie. |