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Der Compoundbogen Die Szene spielt auf einer weiten Ebene in Mesopotamien vor 4.500 Jahren. Eine Gruppe Bogenschützen, mit hölzernen - selbst gemachten Bögen, gekleidet in selbst gemachte Kleidern aus Ziegenwolle, starren auf ein neues Stammesmitglied. Sie sind erstaunt und wütend. Denn sein Pfeil steckt viel weiter weg im "Flight field" als ihre eigenen. Geschossen wurde der Pfeil mit einem seltsam aussehenden Bogen mit abgewinkelten Wurfarmen. Wie faszinierend wäre es, wenn wir eine Zeitmaschine hätten und solche Episoden in der Geschichte des Bogens selbst beobachten könnten. Zu sehen, während die Jahre und Jahrzehnte vorbei gleiten, dass nach anfänglichem Widerstand, diese "Hässliche Monstrosität" akzeptiert wurde. Effektiv bei der Jagd, tödlich im Krieg, inzwischen vielleicht sogar als schön bezeichnet. Verziert und stolz signiert von seinem "Erbauer" - dessen "Werbung" vielleicht damals lautete: "Wird vom Sultan selbst benutzt." Aber, Moment! Im Dezember 2009 wird
er 40 Jahre jung. Erstaunlich, wenn man bedenkt, wie
lange der Mensch schon mit Pfeil und Bogen umgeht.
1967,
nach 6 jähriger Entwicklung in der Garage (wie
immer in den USA), wurde der erste 'Compoundbogen' von seinem
Erfinder, der Öffentlichkeit vorgestellt. Neu
geborene Babies sehen immer etwas seltsam aus,
außer für ihre Mütter.
Besonders von dem berühmten Bogenschützen "Howard Hill"! Howard war sehr stark, sehr muskulös und hatte einen exzellenten Schießstil. Obwohl einige andere Schützen ebenso stark waren wie er und trotz der modernen Recurvebögen bedauerten doch viele Schützen, dass ein Pfeil mit einer schweren Jagdspitze nicht genug Geschwindigkeit hatte um auf der Jagd ein misstrauisches Reh (Whitetail) zu treffen. In den 60igern mehrten sich die Beschwerden der Jäger, dass ein Reh so schnell reagieren könne, dass es nicht mal auf 20 Metern sicher sei, dass das Reh sauber getroffen würde. Das "twäng" der Sehne reichte aus und der Schuss ging fehl. Oder schlimmer, verwundete das Tier nur. Wenn die Notwendigleit besteht und die Technologie vorhanden ist (man sieht es deutlich an der Erfindung des Automobils), kommt es ab und zu vor, dass mehrere Personen unabhängig von einander, eine Maschine oder Waffe erfinden. So war es in den USA in den frühen 60igern. Es war gerade unglaublich populär mit dem Bogen zu jagen. Bei dieser großen Anzahl von Bogenjägern, unter ihnen viele Ingenieure, war es unvermeidlich, dass einige von ihnen rum tüfftelten um die Effizienz der Bögen zu verbessern.Ein solcher war "Hollis Wilbur Allen", ein begeisterter Bogenjäger und auch sehr fähiger Mechaniker. Von Januar bis Juni 1966 verfeinerte er das Model und beantragte das U.S. Patent. Der Antrag wurde akzeptiert und schließlich wurde das Patent im Dezember 1969 erteilt. Viele andere Schützen hatten mit diversen Entwürfen experimentiert aber offensichtlich mit weit weniger Erfolg. Das Patent wurde erteilt für einen "Bogen mit Zugkraft verstärkendem Zubehör". Zwei Alternativen waren auf den Zeichnungen zu sehen: Auf der ersten Seite der Zeichnungen, waren zwei "Cams" zu sehen, die an den Enden der Wurfarme in den V-förmigen Ausschnitten befestigt waren. Auf der zweiten Seite waren die Cams an jeder Position des Auszuges zu sehen. Ebenfalls auf der zweiten Seite zu sehen, runde Rollen, die exzentrisch angebracht waren als Alternative zu den Cams. Die Sehne lief um das Cam oder die Rolle und war an der gegenüber liegenden Achse der Rolle befestigt. So war die Sehne dreimal so lang wie gewöhnlich. Sehr wenige Innovationen werden direkt mit Begeisterung aufgenommen. Am Anfang schien es so, als wären die Jahre, die Wilbur Allen investiert hatte, verschwendet. Als er einen Hersteller für seinen Bogen suchte, war niemand interessiert. So entschloss er sich, den Bogen selber zu bauen. Die runden Rollen erwiesen sich als stabiler als die Cams und so wurden sie gewählt für die erste Serie. Aber die sich kreuzenden Sehnen oder Kabel waren zu weit in der Mitte und die Pfeile schlugen regelmäßig an.
Kabel ein wenig aus der Mittellinie des Bogens und schützte die Pfeile vor weiteren Kollisionen. Zuerst gab es ein paar Leute, die scharfsinnig genug waren, das Potential des Bogens zu erkenne, aber tatsächlich wollte niemand so ein Ding haben. Trotzdem, Willbur Allen schickte ein Muster an "Tom Jennings". Der war damals technischer Redakteur der Zeitschrift: BOW WITH COMPOUND INTEREST Zusammengefasst die Resultate des Tests: Jennings Ergebnis: Der Bogen bekam seine "Taufe" als Jennings 100 Schützen erlaubte, ihn auf einem Parcours zu testen. Jeder einzelne Schütze war vom Speed und der Performance des "Compound" Bogens beeindruckt! Die Folge daraus war, Jennings kaufte eine Lizenz, stoppte seine Produktion von Recurves und konzentrierte sich darauf Compound Bögen zu bauen. Nachträgliche Ereignisse gaben ihm recht, aber das war Jahre bevor der BANN der Jagdbehörden aufgehoben und die Sport-Verbände die Erlaubnis erteilten. Beide, Allen und Jennings arbeiteten hart daran. Zwischenzeitlich gingen die Compound Besitzer zu "Flight" Wettkämpfen, wurden in die Abteilung "Jagdbogen" einsortiert und gewannen regelmäßig. Um einen JAGD-Pfeil zu beschleunigen, reichte kein anderer Bogen an ihn heran! "Der JENNINGS Compound ist das erste, wirklich neue Konzept in 2000 Jahren!" "Archery World, Mai 1969. Das war ein wenig unfair, denn das war nur ein Nachbau von Allens Compound.) In 1970 gab es, abgesehen von Jennings, nur 2 Hersteller, die mit einer Lizenz die Bögen von Allen nach bauten. Aber im Februar dieses Jahres wurden die Bögen für FELD-Schießen und Bogenjäger Wettbewerbe (Vorläufer des 3-D) für LEGAL erklärt! 1974 konkurrierten schon 8 Firmen auf dem rasant wachsenden Compound Markt. Bogenjäger in den ganzen USA hatten endlich begriffen, es gab da einen Bogen mit 70 lbs, den man bequem im Vollauszug bei 40 lbs. halten kannte. Endlich konnten auch Schützen, die nicht so stark waren einen Schweren Jagdpfeil so schnell schießen, dass das Wild auch getroffen wurde. (Es sollte erwähnt werden, dass die Mehrheit der Bogenschützen in Europa die Bogenjagd mit Widerwillen sieht. Ganz davon abgesehen, dass sie in den meisten Ländern illegal ist.) In 1976 war der Bogen in allen Staaten, außer Georgia, zugelassen und es gab 18 Firmen, die 39 verschiedene Modelle herstellten. Diese Modelle konnten in 3 Gruppen eingeteilt werden: 1. Achse zu Achse Kabelsystem mit zwei Rollen
Dieser Bogen wurde 1974 eingeführt und mit einer ganz neuen Patentschrift, von der 1977 erschien ein noch ungewöhnlicher aussehnder Bogen auf dem amerikanischen Markt. John Graham II. gründete 1969 die Firma "Grahams Custom Bows". Er kaufte sich eine Lizenz von Allen und produzierte ab 1972 nur noch Compounds. Im Jahre 1972 zeigte Len Subber ihm eine Gerät, das er "Zip-Bow" nannte.Nun, ein wenig später kam Subber mit einem heftig
modifiziertem Design.Ein oberer Recurve Wurfarm aus Fiberglas und Holz mit zwei Nocken um zwei Sehnen zu befestigen. Diese beiden Sehnen liefen runter zu einem schweren Mittelteil. Und damit hörte jede Ähnlichkeit mit einem damals bekannten Bogen auf. Am unteren Teil des Mittelteils waren zwei massive Metalplatten angeschraubt, die ca. 2/3 der Länge des oberen Wurfarmes hatten. Zwischen den Enden der Metallplatten war eine Achse für ZWEI Cams um welche die Sehnen liefen und befestigt waren.
Der Bogen erhielt den Namen "Dynabo" und sein Wurf und seine Performance waren exzellent! Zum ersten mal konnte der Schütze das Let-Off zwischen 20% und 50% verstellen! Die Schützen hatten sich schnell an seinen sensationellen Auszug gewöhnt und freundeten sich auch mit seinem aussergewöhnlichen Aussehen an. Eine Erscheinung, die verschwommen an einen knieenden Mann erinnerte. Der "Erste Single Cam Bogen" der Geschichte! Die Toleranz der Schützen wurden von den "Offiziellen" nicht geteilt und sofort wurde der Bogen verboten. Er hatte nur "einen arbeitenden Wurfarm" und war deshalb kein "Bogen"! Dieses Verbot wurde aufgehoben, als man unten einen "Wurfarm" anbrachte, der auch massiv und schwer war, aber eine Biegung von 1 Grad aufwies. Der "Archers Digest" von 1977 listet mehr als 100 verschiedene Compound Modelle auf, aber weit weniger als 50 Recurves. Nach nur 8 Jahren Produktion hatte der Compound 2/3 des Marktes erobert. Ein bemerkenswertes Phänomen! In den 80igern angekommen, gab es immer noch 3 verschiedene Typen von Bogen: 1. Achse zu Achse Kabelsystem mit zwei Rollen Der Dynabo hatte den Kam-Act von der Szene verdrängt aber Anfang der 90iger verschwand auch er aus den Magazinen. Für "normale" Compounds beanspruchte Tom Jennings, der zuerst das Potential von Compounds 1967 entdeckt hatte, das Tuning Problem gelöst zu haben. Mit einem "One Cam" Bogen. Ein Bogen der kein timing braucht, behauptete die Werbung für Jennings` Geschichte ist nicht nur zum erinnern da, wir Bogenschützen handeln und leben unsere Vergangenheit im Heute! |
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